Aktuelles & Wissenswertes



Messepublikationen

Hier finden Sie das neu aufgelegte Messemagazin MUNIQUE sowie den SHOW GUIDE mit allen Informationen zur Messe und zu Kollektionsneuheiten zum kostenlosen Download. Zudem bietet der E-CATALOGUE weitere Produkt- und Kontaktinformationen aller Anbieter:

NEWS

Lesen Sie hier Neuigkeiten und Entwicklungen rund um die MUNICH FABRIC START.

MUNICH FABRIC START - erste Besucherstimmen

Seit wenigen Stunden ist die 33. MUNICH FABRIC START eröffnet. Es ist zugleich der Kick-off für die Saison Herbst/Winter 2013/14. Die Besucherfrequenz ist bereits am ersten Messetag hoch. Zahlreich auch die Gründe für den Messebesuch: Von ersten Trend-Inspirationen bis hin zu ersten wichtigen Kundenterminen.

     

  • Vanessa Platz (Esprit): „Ich bin normalerweise immer hier unterwegs für Esprit. Heute bin ich privat hier für mein eigenes Label und informiere mich über Trends, neue Materialien und Themen.“
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  • Julia Behrendt (Steilmann): „Es ist unglaublich, was hier auf der Munich Fabric Start geboten wird, im Vergleich auch zu den anderen Messen in Lille und Paris. Es ist ein Vergnügen hier zu arbeiten. Die Hallen sind sehr hell und der Service perfekt von den Café Bars über das Free Lunch bis hin zum Oktoberfest.“
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  • Birgül Gül (Steilmann): „Wir sind immer hier in München auf der Munich Fabric Start. Das ist für uns die wichtigste Messe. Wir haben sie über Saisons wachsen sehen. Insgesamt sind wir mittlerweile drei Tage in München, zwei auf der Messe und einen in der Stadt unterwegs.“
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  • Mark Baigent (Mark&Julia): „ Wir sind zum zweiten Mal hier auf der Munich Fabric Start. Wir sind hier auf der Suche nach Winterstoffen und Accessoires für unsere neue Kollektion. Das ist die einzige Stoffmesse, die wir besuchen.“
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  • Fred Götz (Drykorn): „Für uns ist München der erste Termin und der Startschuss. Hier sammeln wir Informationen, später nach Paris wird sondiert. Dann konkretisieren sich die Themen.“
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  • Christiane Milde (Milde): „Wir kommen aus Berlin und haben unser eigenes nachhaltiges Label. Insofern informieren wir uns hier über Organic-Stoffe. Die Munich Fabric Start ist dafür eine sehr interessante Plattform, zu der es keine Alternative gibt.“
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Patternstudios - die Area für individuelle Fashion Designs

Kreative Designlösungen - sie sind der Kern des neu geschaffenen Ausstellerbereichs auf der MUNICH FABRIC START: Patternstudios. Die Idee hinter Patternstudios ist die eines Ateliers, in dem Künstler und Textildesigner ihre Stoffdesigns, echte Artworks und Unikate, präsentieren und vermarkten.

Kreative Designlösungen - sie sind der Kern des neu geschaffenen Ausstellerbereichs auf der MUNICH FABRIC START: Patternstudios.  Die Idee hinter Patternstudios ist die eines Ateliers, in dem Künstler und Textildesigner ihre Stoffdesigns, echte Artworks und Unikate, präsentieren und vermarkten. Die Patternstudios befinden sich in einem eigens ausgewiesenen Bereich im ersten Stock des MOC und bieten einem feinen Ausstellerkreis wie Gibson Design, Amsterstampa, LICA Design, Bernini, Fluxus und Anteprima eine neue kreative Sourcing-Plattform.

Statements des TextilWirtschaft Experts Talks

Made in Europe?! Kreativität. Qualität. Service – Stoffmärkte im Umbruch



Teilnehmer:

Dr. Walter Niedermair, Geschäftsführer, Lanificio Moessmer, Brunico (IT)
Horst Harrer, Geschäftsführer, Knopf-Schäfer, Aschaffenburg
Karl-Friedrich Schielmann, Product Manager Brax
Hans-Peter Hiemer, Markensprecher, One Touch, Wedemark
Marco Lucietti, Marketing Director, SANKO Holding - ISKO Division, Bergamo (IT)

Leitung:

Michael Werner, Chefredakteur TextiWirtschaft



Michael Werner:
„Das Sourcing unterläuft gerade nachhaltige Veränderungen. Die Preisfront ist leider kein kurzfristiges Phänomen. Dass wir die Deflation aus Asien weiter importieren, wird ein Ende haben. Die sozialen Ansprüche vor allem in China haben sich gewandelt. Dazu kommen immer weniger Wanderarbeiter und starke chinesische Marken, die zunehmend Volumina in der Produktion abschöpfen. Dies kann das Ende von „billig“ bedeuten. Dazu kommen die rasant wachsenden Kosten auf den Beschaffungsmärkten. Das Problem ist jedoch der Handel mit seinen rigiden Eckpreispunkten. Daher müssen die höheren Preislagen offensiver vermarktet werden. Das Wort „Wert“ in preiswert muss wieder in den Vordergrund gestellt werden. Gibt es eine Alternative zu China? Schwierig diese Volumina anderswo unterzubringen.“

Marco Lucietti:
„Im September 2011 ist die Lage für Denim ein wenig entspannter, daher sind wir zuversichtlich. Der Baumwollpreis ist jedoch weiterhin schwierig. Während der letzten Saison mussten wir daher 3x die Preise erhöhen. Die Türkei könnte als Produktionsstandort interessant werden. 50% der Einwohner sind unter 29 und gut ausgebildet, das BSP ist letztes Jahr um 12% gewachsen. Das Denim Know-how muss in Europa bleiben und darf nicht nach China verkauft werden. Dort werden schon die ersten Experten aus Europa angeheuert.“

Walter Niedermair:
„Bei der Wolle haben wir die extremsten Anstiege zu verzeichnen (40-80%). Das hat natürlich auch erhöhte Stoffpreise zur Folge. Wir können das nicht durch die Margen amortisieren. Und wir müssen uns langsam an diesen Trend gewöhnen und ihn als normal betrachten.  Höherer Lebensstandard in Asien sowie die Rohstoffpreise werden eine andere Preisstruktur zur Folge haben. Ich denke, das Überleben in der Nische wird einfacher, da es hier noch um Innovation geht und dies das Einzige ist, was die Branche weiterbringen wird, nicht Diskussionen um Preis und Kosten. Der Preis muss die Konsequenz aus Qualität und Service sein. Das heißt, die ganze textile Kette muss sich ändern und das Margendiktat des Handels muss hinterfragt werden.“

Karl-Friedrich Schielmann:
„Baumwolle hat sich entspannt, Wolle ist ein Horror. Wir müssen daher bei Wolle die gültigen Preislagen verlassen. Die Hose über 100 Euro ist sicher nicht leicht für Brax, auf der anderen Seite muss die Eckpreislage über 100 Euro massentauglich gemacht werden. Die Märkte in der Schweiz und Belgien liefen den Beweis, dass dies möglich ist. Dort kosten die Produkte teilweise das Doppelte! Für Brax planen wir für die nächsten Jahre, unseren Anteil an dem Segment über 100 Euro auf 10% - 15% zu erhöhen.“

Hans-Peter Hiemer:
„Die  Konfektion braucht mehr Zugriff auf die Flächen. Wir müssen vertikal denken, aber die Partner müssen besser integriert werden. Das Risiko muss wieder besser verteilt werden (Vorstufe/Beschaffung, Konfektion und Handel) Wir müssen bessere Partnerschaften eingehen und gemeinsam Systeme entwickeln. Der Einkauf des Handels ist einfach nicht entspannt genug. Auch der muss den Endverbrauchern die veränderte Ausgangslage deutlich machen, denn die Rohstoffmärkte werden auch weiterhin starken Schwankungen unterliegen. Leider trifft es immer die Bekleidungsindustrie am härtesten. Die Preise in der Automobil und Lebensmittelindustrie gehen ja auch stetig nach oben, nur in der Mode bewegt sich der Preis nach unten.“

Horst Harrer:
„Auch bei den Knöpfen ist die Preisentwicklung ähnlich dramatisch mit Anstiegen von 70-80%. Die Preise für Horn, Polyester, Metall sowie Zink und Messing sind alle nach oben geschnellt. Und leider macht 60% des Preises der Rohstoff aus und nur 40% die eigentliche Arbeit. Wir können uns nur noch durch Kreativität einen Vorsprung verleihen, aber wir sind zunehmend mit dem Problem konfrontiert, dass die Konfektion Musterknöpfe bei den hochwertigen Europäern kauft, um diese dann in Asien selber herstellen zu lassen.“




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